Qualitätsstufen

Deutscher Wein

Der Deutsche Wein wird von zugelassenen Rebsorten, aus genehmigten Weinbergen gewonnen und darf vor der Gärung mit Zucker (gesetzlich geregelt) angereichert werden. Er kann unter der engsten Bezeichnung „Mosel“, oft mit zusätzlichen Phantasiebezeichnungen, verkauft werden. Alkohol 8,5 bis 11,5 vol. % bzw. 12,0 vol % (Rotwein).


Landwein

Der Landwein ist ein gehobener, landschaftstypischer Deutscher Wein von trockenem bis halbtrockenem Geschmack. Er ist ein einfacher, ansprechender, herber Wein, geeignet als Begleiter zum Essen, aber auch zu unbeschwerten Kneipenrunden.


Qualitätswein

Qualitätsweine besitzen im wesentlichem strengere Anforderungen bzgl. Herkunft, Einzellage, höheres Mindestmostgewicht und amtlicher Prüfung mit Nummer (A.P.Nr.) als die Deutschen oder Landweine. Man darf sie vor der Gärung mit geringen Mengen Zucker anreichern, um den natürlichen Alkoholgehalt zu erhöhen. Der Alkohlgehalt liegt zwischen 9,0 bis 13 vol. %.
Qualitätsweine sind amtlich geprüfte, reintönige, gehaltvolle, gebietstypische Basisweine für den täglichen Genuss, die ausschließlich aus einem Weinanbaugebiet stammen müssen. Sie stellen den größten Teil der deutschen Weine und damit die Grundlage in jedem Weinsortiment.


Prädikatswein

Prädikatsweine sind Weine der oberen Güteklasse, bei welchen Anreicherung verboten ist. Sie werden meist unter der Angabe der Lage vermarket und unterliegen einer amtlichen Qualitätsweinprüfung. Im Folgenden die 6 zugelassenen Prädikate mit Mindestmostgewichten von 70 ° -150 ° Oechsle.


Kabinett

Kabinettweine sind die erste Stufe der Prädikatsweine und benötigen je nach Rebsorte und Jahrgang ein Mindestmostgewicht von um die 70 ° Oe. Es sind leichte Weine, da sie mit nicht so viel Alkohol ausgebaut werden. Kabinettweine aus dem Moselriesling sind eine typische, moselländische, außergewöhnliche Spezialität auf der ganzen Welt. Sie verlangen einen sorgfältigen Ausbau und überzeugen durch ihre Feinheiten in einem ausgewogenen Spiel von Rasse, Frucht und Bukett.


Spätlese

Die Trauben von Spätlese-Weinen werden unter besonderer Sorgfalt und nur vollreif geerntet. Nur gute Weinbergslagen und gute Jahre bieten die Voraussetzung für die Gewinnung von Weinen dieser gehobenen Prädikatsstufe. Sie zeichnen sich durch besondere Eleganz, Reife und reiche Geschmacksfülle aus. Selbstverständlich fordert ihre Besonderheit und hohe Qualität einen angemessenen Preis.

Auslese

Wie der Name schon sagt, werden nur die reifsten und edelsten Trauben von Hand für diese Weine ausgelesen (hoher Leseaufwand, Mindestmostgewicht = 88° Oe). Deshalb zeigen sie eine hohe Reife, eine große Fülle an Aroma und Bukett und den Gehalt an dezenter, reifer Säure. In außergewöhnlichen, hervorragenden Jahren befällt der Botrytispilz die vollreifen Beeren (Edelfäule) und verleiht diesen edlen Gewächsen den typischen, unverkennbaren Charakter = Botrytis-Aroma.

Beerenauslese

Aus vollreifen Trauben werden die überreifen und edelfaulen Beeren sorgfältig herausgelesen und gekeltert. Durch die starke Konzentration des Beerensaftes zeichnen sich die Weine durch eine bernsteinartige Farbe, edle Fruchtsüße, eine dezente Säure, sowie einer Vielfalt von Würzstoffen und Eindringlichkeit eines honigartigen Aromas aus. Nur in wenigen Jahren und in mühevoller Arbeit ist es dem Winzer möglich, solch eine Spezialität auszubauen.

Trockenbeerenauslese

Trockenbeerenauslesen werden aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen, einzeln ausgelesenen Beeren gewonnen (Mindestmostgewicht = 150° Oe). Die geringe Mostausbeute, der arbeitsintensive Leseaufwand und der pflegliche kellerwirtschaftliche Ausbau rechtfertigen einen entsprechenden Preis. Trockenbeerenauslesen sind die wertvollsten Kostbarkeiten eines Winzers.

Eiswein

Hierbei werden die Trauben in gefrorenem Zustand (mindestens –7°C, meist nachts) gelesen und gekeltert. Dabei verbleibt das Wasser in Form von Eis in den Beeren, während der an Zucker und Säure konzentrierte Most abläuft. Weinkenner schätzen beim Eiswein die gehaltvolle Fruchtsüße, vereint mit einer pikanten, geschliffenen Säure.
Besonderheit: Eisweine benötigen einen langen Ausbau und erreichen oft erst nach 10 Jahren und mehr ihre Harmonie und ihren Höhepunkt.